Unsere Gesellschaft differenziert sich sozial immer stärker. Das betrifft die Arbeitswelt, aber auch Wohnquartiere. Vor diesem Hintergrund errichtet das GWU eine Nachbarschaftsbegegnungsstätte im Ortsteil Borby der Stadt Eckernförde. Ziel der Einrichtung ist es, Begegnungen zu ermöglichen, Kontakte zu schaffen und den Austausch mit anderen Nachbarn zu ermöglichen.
Der Ortsteil Borby liegt im Norden der Stadt Eckernförde und war historisch eine eigenständige Gemeinde mit Dorfplatz als Zentrum dörflichen Lebens. Dieser Ortsteil hat seine Selbständigkeit und auch das dörfliche Zentrum vor langer Zeit verloren. Das Wohngebiet Borby ist mit reiner Wohnbebauung, überwiegend in Form von Einzelhäusern und teilweise ganze Straßenzüge mit Mehrfamilienwohnblocks, besiedelt. Die Bevölkerung ist nicht homogen: in Wohngebieten mit Einzelhausbebauung, meinst aus der Vor- und Nachkriegszeit stammend, leben überwiegend Menschen aus der Mittelschicht; in Wohngebieten mit Wohnblöcken und Hochhäusern handelt es sich meinst um sozialen Wohnungsbau, der überwiegend von sozial schwachen Bevölkerungskreisen bewohnt wird. In Gebieten mit Mehrfamilienhäusern ist der Anteil der Bewohner mit Migrationshintergrund gegenüber anderen Ortsteilen besonders hoch. Das Zusammenleben der Bevölkerung mit unterschiedlichen Kulturen und Sprachen ist von Kontaktbarrieren geprägt. Begegnungsmöglichkeiten für die Bevölkerung in Borby bestehen ausschließlich durch Sportvereine und die Kirchengemeinde, die inhaltlich gebunden sind. Begegnungsstätten mit sozialer Ausrichtung für breite Bevölkerungsschichten ohne Mitgliedschaft bzw. religiöse Zugehörigkeit bestehen nicht.
EIn besonderes Ziel ist die Einrichtung einer "Klönstuuv": Die Förderung von Kontakten und Gesprächen bei einem Getränk oder einem kleinen Imbiss. Das bietet uns die Möglichkeit, die Themen und Sorgen der Menschen vor Ort kennenzulernen und somit gezielt zu unterstützen, zu beraten und zu informieren.
Mit gezielten Aktionen zu bestimmten Themen sollen die Menschen verschiedener Alters- und Herkunftsgruppen angesprochen werden, durch gemeinsame Spielenachmittage für Jung und Alt, Buchvorstellungen oder auch Informationsvorträge zu geforderten Themen.
Die Begegnungsstätte wird Menschen jeden Alters, jeglicher Herkunft, verschiedener Milileus und unterschiedlicher kultureller Herkunft offenstehen.

